Gedanken über Gedanken über #Freital

dadvelopment | 07.07.2015 | Lesedauer: Eine Minute

Viele Sachen verstopfen mir in den letzten Tagen den Kopf. Die Weiterentwicklung von der Mitarbeiteradmin vom Freakstock ist eine Sache. Eine andere, dass wahrscheinlich bald das Gespräch zum Ende der Probezeit ansteht. Ja, ich bin schon fast sechs Monate in der neuen Firma. Angst, dass ich nicht übenrommen werde, habe ich nicht. Aber solche offiziellen Sachen belasten mich halt recht häufig.

Und dann, ja dann ist da noch #Freital. Die Stadt, in der ich geboren bin. Die Stadt, in der sich Leute gegen ein Flüchtlingsheim wehren. Die Stadt.. Nun ja, die Stadt, zu der mir aktuell die Worte fehlen.

Ich fühle mich so ohnmächtig, wenn ich die Sachen lesen, die da unter anderem gestern auf der Bürgerversammlung von statten gingen. Dass da von Sicherheitskräften Grundrechte mit Füßen getreten werden. Dass Menschen, die sich für die Geflüchteten einsetzen, um ihre Gesundheit fürchten müssen. Es will mir nicht in den Kopf, warum man so voller Hass auf Menschen sein kann, die wahrscheinlich mehr als sie hatten, verloren haben. "Wo sind denn die Familien? Das sind ja nur Männer, die hier ankommen!", fragen einige. Dass die Frauen und die Kinder während der Flucht ums Leben gekommen sind, darauf kommt man nicht.

Und dann schauen Menschen weg. "Wenn es den ganzen Krieg nicht gäbe, hätten wir die nicht hier.", habe ich auch schon gehört.

Jede einzelne Nachricht müllt mir den Kopf zu. Reißt mich runter. Freital. Der Ort, der in meinem Pass als Geburtsort steht. Ein Ort, mit dem ich aktuell nix zu tun haben möchte. Weil ich nicht mit diesen Chaoten auf eine Stufe gestellt werden will. Und es sind auch nicht alles Deppen in Freital, das darf man auch nicht vergessen.

Wenn wir nun anfangen, alle Sachsen / Freitaler über einen Kamm zu schären und die ganze Region für dumm, rechts und rassistisch zu verurteilen. Tsja, dann sind wir keinen Deut besser. Verallgemeinerungen aufgrund von Wohn- oder Geburtsort. Bringen keinem was.