Alina und Merle

dadvelopment | 29.08.2007 | Lesedauer: 2 Minuten

Alina, so heißt meine Großcousine. Merle, so heißt die Tochter vom Wegbegleiter Christof Lenzen. Christofs Blog lese ich seit kurzem. Vor ein paar Tagen konnte man folgendes auf seinem Blog lesen:

Nun ist es geschafft - unser zweites Kind ist auf der Welt. Und Ole hat eine kleine Schwester, Merle Lydia - Merle heißt Amsel und wir wünschen uns, dass sie irgendwann ganz fröhlich und unbeschwert ihr Lebenslied nach Gottes Melodie pfeifen kann.


Merle, nur wenige Tage alt, muss in ihrem Leben allerdings schon so einiges durchmachen. Die Ärzte stellten fest, dass Merle ein Loch in der Herzscheidewand hat. Später stellt sich heraus, dass ihr eine Herzklappe fehlt. Sie wird demnächst am Herzen operiert werden müssen.

Als ich die Zeilen von Christof las, fiel mir ein, was meine Großcousine am Anfang ihres Lebens durchstehen musste: Alina kommt im Juli 2005 zur Welt - 2 Monate eher als geplant. Als Frühchen muss sie in den Brutkasten. 2 Wochen nach ihrer Geburt ziehe ich nach Bremen um, bekomme das alles nur am Telefon mit. Die Wochen vergehen - mittlerweile ist es November. Da bekomme ich einen Anruf von meiner Ma. In Tränen aufgelöst erzählt sie mir, dass bei der kleinen Alina ein Gehirntumor festgestellt wurde und sie Ende der Woche operiert werden muss. Ich war total geschockt. Man konnte mich für mehrere Tage nicht gebrauchen. Zusammen mit guten Freunden, im Hauskreis und auch mit der gesamten Gemeinde haben wir dann für das kleine Mädchen gebetet. Die OP am Gehirn verlief ohne Komplikationen, die Ärzte konnten alle Zellen des Tumors entfernen. In der darauf folgenden Woche ging es mit Alina einigermaßen bergauf. Bei einer Nachuntersuchung stellten die Ärzte fest, dass Alinas Bauch voll Wasser war. Den Ärzten fehlte jegliche Erklärung - Alina musste erneut operiert werden. Auch diese OP verlief ohne Zwischenfälle.

Alina blieb noch mehrere Monate im Uniklinikum in Dresden zur Beobachtung, kam anschließend zur Physiotherapie. Mittlerweile kann die Kleine laufen und brabbelt so, wie jedes andere Kind. Den Rückstand, den sie durch den Aufenthalt im Krankenhaus erlitten hat, hat sie mittlerweile aufgeholt.

Gott hat bei Alina eingegriffen und geholfen. Ich bete dafür, dass er es auch bei Merle tut. Er hat es einmal getan. Ich denke er tut es wieder. Gott ist groß!


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