Vom Wollen und Zweifeln

dadvelopment | 09.09.2006 | Lesedauer: Eine Minute

Seit einigen Wochen beschäftigt mich ein Satz, den ich in einem Gespräch mit Tina aufgeschnappt habe. Der Satz ist sehr tiefgehend. Und hier ist er:

Wenn ich sage: "Ich bin mir nicht sicher, ob ich das will.", dann will ich es in Wirklichkeit nicht.

Tina Bernhard

Ich weiß nicht, ob ihr solche Situationen kennt, aber in meinem Leben sind sie immer wieder aufgetaucht. Man steht vor einer mehr oder weniger schwerwiegenden Entscheidung. Ausbildungsplatz, neuer Arbeitsplatz, Beziehung, Dienst, fahr ich zu Ausbildungsveranstaltung XY, geh ich auf Konzert XY?

Die Frage "Will ich das wirklich?" taucht bei mir immer wieder auf, wenn ich mir über Gottes Willen für die aktuelle Situtaion nicht sicher bin. Und davon gab es im letzten Jahr sehr viele. Hätte ich diesen Satz schon eher gekannt, hätte ich einige - wie sich im Nachhinein herausgestellt hat - suboptimale Entscheidungen nicht getroffen.

Wenn ich mir einer Sache allerdings sicher war, habe ich fast alles in Bewegung gesetzt, um diese Sache zu bekommen. Kleines Beispiel dazu aus meinem "alten" Leben (ergo vor meiner Bekehrung). Als ich von meiner jetzigen Ausbildungsfirma zum ersten Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, ging in mir der Wunsch auf: "Hier willst du auf jeden Fall hin." Ich weiß nicht, was es gewesen ist, was mich in diesen wenigen Minuten, in denen mich mein jetziger Ausbilder durch die Firma führte, so stark von der Firma begeisterte. Ich wollte einfach dahin.

Als ich die Firma nach dem Vorstellungsgespräch verlassen hatte, hatte die HEC (besagte Ausbildungsfirma) Rang 1 auf meiner Wunschausbildungsstättenliste erreicht. Und gleiches sagte ich auch meinem Ausbilder während eines Telefonates, in dem es um einen Termin für ein zweites Vorstellungsgespräch ging: "Also wenn Sie mir nach dem Gespräch einen Ausbildungsvertrag anbieten, unterschreibe ich den sofort." Und dieser Satz war so gemeint, wie ich ihn gesagt hatte. Schlussendlich kam es fast so. Mir wurde direkt nach dem zweiten Vorstellungsgespräch der Ausbildungsplatz angeboten und ich habe natürlich angenommen.

Denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen.
Philipper 2:13


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