ballast II

dadvelopment | 27.03.2006 | Lesedauer: 2 Minuten

Ich möchte das Thema mit dem Rucksack hier noch einmal kurz ansprechen. Mir ist da eben was ganz seltsames passiert, was mich zum Nachdenken gebracht hat:
Ich hatte mir meinen Rucksack durch nen Einkauf (eigentlich waren es 2) so ziemlich vollgepackt. Man konnte die einzelnen Gegenstände schon durch den Stoff durch spüren und das Teil war wieder einmal ziemlich schwer.
Da mein Zug, mit dem ich nach hause gefahren bin, etwas Verspätung hatte, hab ich den Anschlussbus verpasst und bin ca. 20 Minuten vom Bahnhof zu meiner Wohnung gelaufen. Ein kleines Stück, bevor ich zu hause war höre ich ein Ratschen. Der Ballast im Rucksack hatte sich irgendwie selbstständig gemacht und somit den Reißverschluss zum Öffnen gebracht. Nach einer Weile war die Öffnung dann so groß, dass der Inhalt fast herausgefallen wäre.
Die Überlegung, die ich daraufhin angestellt habe - den ersten ballast-Post im Hinterkopf - war: Kann sich der Ballast, den wir uns so täglich aufladen auch selbstständig machen und uns (durch Einwirken äußerer Umstände) zerstören? Und ich muss sagen, ja das ist möglich!! Eine kleine Sorge hier, etwas Zorn da, von jener Person ein falsches Wort (dazu wirds demnächst hier noch was zu lesen geben), dazu kommen noch die eigenen Gedanken und so mehrt sich der Ballast von selbst und wird immer schwerer und schwerer und macht sich gewissermaßen selbstständig (genauso wie der Schneeball, der zur Lawine wird). Das ist - wie man so "schön" sagt - ein Teufelskreis, nur dass das hier wirklich einer ist.
Es gibt nun mehrere Lösungen für den Rucksack, um noch weiter bestehen zu können und nicht an der Last kaputt zu gehen. Eine hilft für eine kurze Zeit und die andere für länger. Die eine, auf kürzere Zeit helfende, Lösung ist, dass man den Reißverschluss einfach wieder zu macht und einfach so weiter geht. Nach nicht allzu langer Zeit des Gehens wird allerdings wieder das Selbe passieren und der Rucksack wird wieder aufgehen. Lösung Nummer zwei wäre nun, den Rucksack auszupacken und dadurch zu erleichtern.
Wie im anderen Post schon beschrieben, gibt es im Leben viele Dinge, die uns belasten. Seien es alltägliche Sorgen, die (mögliche oder herbei gewünschte) Beziehung zu einem Mitmenschen, Eifersucht, Stress, Zorn, Bitterkeit und nicht zu vergessen die Sünde. Das alles führt doch dazu, dass wir uns innerlich vollladen und nach einer gewissen Zeit werden wir dem nicht mehr standhalten könne n und an dem ganzen Zeug zerbrechen. Es sei denn, dass wir schon die Symptome bestenfalls schon im Frühstadium erkennen und schon so früh als möglich ausradieren. "Vorbeugen ist besser als Heilen", sagt der Volksmund und ich denke, dass wir uns diesen Ausspruch zu Herzen nehmen sollten, damit wir nicht durch den ganzen Ballast zerbersten. Denn dies ist sicher nicht der Wille Gottes für unser Leben.

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!
Galater 5:1

Amen.