Redewendungen meines Vaters

dadvelopment | 19.11.2012 | Lesedauer: Eine Minute

... und was ich draus gemacht habe.

Zacki - Schnellsein durch Weglassen wichtiger Handgriffe


Mein Vater arbeitete lange Zeit als Maurer. Sein Chef saß seinen Angestellten und somit auch meinem Vater regelmäßig im Nacken, dass sie schneller arbeiten sollten. "Zacki" war dabei des Chefs Lieblingswort, um seine Mitarbeiter zu motivieren. Nun ja, unter schneller arbeiten leidet meist die Qualität, was zu hause dann meist in diesem Spruch mündete, wenn mein Vater mal wieder vom "Zacki" erzählte.

Was habe ich draus gemacht? Ich lass mir Zeit beim Arbeiten und schaue auf die Qualität. Manchmal sieht es so aus, als würde ich nix tun, aber da denke ich über die Folgen meines Handelns nach. Bevor(!) ich was tue. Nachteil an dieser Herangehensweise: Ich komme mir manchmal unproduktiv vor.

Ich höre immer nur kaufen, kaufen, kaufen. Lasst mich das Geld doch erstmal verdienen!


Dieser Satz kam fast jedes mal, wenn wir etwas anschaffen wollten. Ja, mein Vater war lange Zeit Hauptverdiener in unserer Familie und ich kann verstehen, dass mit "seinem" Geld vernünftig umgegangen werden sollte. Aber es gab auch Zeit, da haben meine beiden Eltern gearbeitet. Auch da kam dieser Satz.

Was ich draus gemacht habe? Manchmal denke ich diesen Satz noch selber und frage mich, ob so manche Anschaffung wirklich nötig ist. Allerdings stelle ich mir diese Frage manchmal auch zu oft. In der Vergangenheit habe ich mich dann oft ärmer gedacht, als ich tatsächlich war.

Was irgendwie hängen blieb, ist dass Geld aus zu geben, etwas Schlechtes ist und Geld zu sparen etwas Gutes. Anschaffungen sind nun nicht per se schlecht. Und Geld darf auch ausgegeben werden. Ich denke da bei jeder Anschaffung und bei einigen Einkäufen dran.

Das soll nun für den Anfang erst einmal reichen. Vielleicht entsteht ja daraus doch noch so eine Art Reihe. Wir werden sehen.

Habt ihr auch solche Redewendungen, die in eurem Leben wider hallen?