Aus der Haut gefahren

dadvelopment | 22.05.2012 | Lesedauer: Eine Minute

Die Liebste und ich waren über das verlängerte Wochenende auf dem Willo - dem kleinen Familientreffen der Jesus Freaks. Schön war es, Herzensmenschen zu treffen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat. Es war eine Zeit zum Auftanken, sie tat sehr gut.

Eine Frage kommt dann immer, wenn man in größeren Menschenmengen unterwegs ist: "Wie geht es dir?" Mal ist es eine Höflichkeitsfloskel, mal ist es ernst gemeint. Und manchmal scheue ich mich vor der Beantwortung dieser Frage. Lügt man nun, weil man ungern ein langes Gespräch vom Zaun brechen möchte oder weil es den Fragenden sowieso nicht interessiert? Am Wochenende schreckte ich meist vor der Frage zurück, wenn sie mir als Floskel gestellt wurde.

Nichtsdestotrotz habe ich gerne mit meinen Herzensmenschen geredet, tiefe Gespräche gehabt, geweint. Und dann gestärkt aus dem Wochenende wieder gekommen. Waren die letzten Tage vor dem Willo doch sehr anstrengend, ist es nun wie ausgewechselt. Seit gestern Mittag macht sich in mir das Gefühl breit, mich ähnlich einer Schlange gehäutet zu haben. Die anstrengende Zeit der letzten Woche sehe ich nun in einem ganz anderen Licht - die Haut war einfach zu klein geworden und das drückte, schmerzte. Nun fühle ich mich wieder wohl in meiner Haut und auch die Erholung kann weiter gehen.

Danke Jesus, danke Freaks, danke Willo.